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Verkehrsstatistik des Oberbergischen Kreises

Vorstellung der Verkehrsstatistik 2018
Verkehrsstatistik des Oberbergischen Kreises
Polizei zieht positive Bilanz
Weniger schwere Unfälle und insbesondere weniger Motorradunfälle

 

Im Jahr 2018 hat die oberbergische Polizei im Bereich der schweren Verkehrsunfälle den niedrigsten Wert seit fünf Jahren verzeichnet. Insgesamt gab es sieben getötete Personen (im Jahr 2017: acht) und 242 Schwerverletzte (im Jahr 2017: 224).

Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang der Motorradunfälle von 113 Unfällen im Jahr 2017 auf 93 Unfälle im Jahr 2018. Gerade im Hinblick auf den trockenen und warmen Sommer 2018, der schwere Unfälle erwarten ließ, ist dies eine Bilanz, die Landrat Jochen Hagt und Direktionsleiter Verkehr, Joachim Höller besonders freuten.

Aber beide machten im Rahmen der Pressekonferenz zur Vorstellung der Verkehrsstatistik 2018 auch deutlich, dass jeder Unfall einer zu viel ist. Jeder Unfall, besonders jene mit schweren Folgen, bringt viel Leid für die Beteiligten und deren Angehörige.

Insgesamt 8074 Verkehrsunfälle verzeichnete die Oberbergische Polizei im Jahr 2018. Dabei entstand ein volkswirtschaftlicher Schaden von fast 105 Millionen Euro.
Die Zahl der Unfälle insgesamt ist in den letzten Jahren immer relativ konstant geblieben. Von 2017 auf 2018 gab es einen minimalen Anstieg von 0,6 Prozent.

 

Weniger Motorradunfälle

Dabei ist jedoch festzustellen, dass die Zahl der schweren Unfälle auf Außerortsstraßen deutlich rückläufig ist. Die oberbergische Polizei sieht sich hier in ihren Konzepten bestätigt, denn die Bekämpfung dieser Unfälle ist seit Jahren ein strategischer Schwerpunkt im Oberbergischen. Seit zwei Jahren werden auf über 40 ausgewählten Streckenabschnitten verstärkt Überwachungsmaßnahmen durchgeführt. Auf unfallauffälligen Strecken sowie beliebten Zuwegen, insbesondere aus dem angrenzenden Ruhrgebiet, wurden regelmäßig intensive Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Dies hat dazu geführt, dass die Unfälle auf diesen Strecken nach einem Rückgang von fast 25 Prozent im Jahr 2017 im letzten Jahr nochmals um über 13 Prozent gesenkt wurden.

Wie in den vergangenen Jahren auch ist Geschwindigkeit bei unseren schweren Unfällen Unfallursache Nr. 1.
Deshalb wird die oberbergische Polizei auch weiterhin ihren Schwerpunkt auf flächendeckende Geschwindigkeitskontrollen legen.


Alkohol und Drogen

Gerade bei den schweren Verkehrsunfällen liegt die Unfallursache Alkohol mit fast 10 Prozent überdurchschnittlich hoch. Besonders erschreckend ist dabei der durchschnittliche Alkoholisierungsgrad, der im Jahr 2018 bei 1,8 Promille lag.


Unfallflucht lohnt sich nicht

Wer eine Unfallflucht begeht, der macht sich strafbar und oftmals bleiben die Geschädigten auf ihrem Schaden sitzen. Dass sich eine Unfallflucht im Oberbergischen aber ganz und gar nicht lohnt, sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Denn mehr als jede zweite Unfallflucht wird von der Polizei aufgeklärt. Mit einer Aufklärungsquote von 52,5 Prozent aller Unfallfluchten liegt die oberbergische Polizei nun im zweiten Jahr in Folge an der Spitze und belegt zum wiederholten Mal Platz 1 im Landesvergleich.
 

Erkenntnisse aus der Unfallentwicklung
•Erneuter Rückgang der schweren Verkehrsunfälle
•Erneuter Rückgang der schweren Verkehrsunfälle auf Außerortsstraßen
•Rückgang der Verkehrsunfallfluchten
•Leichter Anstieg der Bagatellunfälle
•Leichter Anstieg der Anzahl der Verunglückten
•Rückgang der VU mit verunglückten Kindern
•Rückgang der VU mit verunglückten Jungen Erwachsenen
•Anzahl der Verkehrsunfälle mit Senioren ansteigend
•Deutlich weniger Verkehrsunfälle mit verletzten Kradfahrern